St. Katharinen zu Oppenheim

Exkurs

St. Katharinen zu Oppenheim

Oppenheim wuchs aus bescheidenen Anfängen zur Reichsstadt (seit 1226) empor. Die erste, nicht ganz sichere Nachricht zur Baugeschichte bringt ein Ablaßbrief zu Gunsten der neuen Katharinenkapelle von 1234. Teile des Bauwerks wurden aus Weinheimer Sandstein hergestellt und mittels Pferdefuhrwerk nach Oppenheim gebracht. Die Kirchenpatronin ist die hl. Katharina von Alexandrien, als Martyerin 307 gestorben.

 

Oppenheimer Rose

Die berühmte Oppenheimer Rose, nach dem Grundriß einer Heckenrose gestaltet, stammt aus dem Jahr 1332/33. Das Fenster ist in den Grundfarben der Gotik: gold, rot und blau zu 90 Prozent aus altem Glas übernommen, allerdings nur im Bereich der "Rose".
Es zeigt im wesentlichen die Wappen der Oppenheimer Herren, die im Jahre 1332/33 im Rat saßen. Im Vierpaß zeigte das Ursprüngliche Fenster das Johannes-Martyrium. Die Neuausführung von 1843/45 ist teilweise sehr fehlerhaft.

 

Ritterwappen Winnenberg

Das Ritterwappen des Geschlechtes Winnenberg zeigte einen, ganz roten Schild, der von vier weißen Fäden, d.h. zwei Doppelfäden von rechts nach links durchgezogen war, wobei das Wappen Phillips des alten in der Mitte zwischen dem 2. und 3. Faden eine gelbe Rose zeigte, das Wappen Phillips des jungen einen gelben Ring und Gerhards I. Wappen kein Beizeichen.

 

Grabstein Phillipus von Wunnenberg

Der Grabstein des Ritters Phillipus von Wunnberg. Rechteckige Platte aus hartem grauen Sandstein mit Umschrift zwischen Linien. Im Feld Flachrelief mit Ritter im Dreipaßbogen, Wappenschild, und Wappen in den oberen Zwickeln.

Datum: 28. Juni 1362
Wappen: Wunnenberg( seit Phillip d.Ä. gelbe Rose als Beizeichen)

Phillip d.Ä. war ein Nachfahre des bekannten Marquard von Wunnenberg, der sich als Reichsschultheis um die Aufnahme Oppenheims in den Rheinhessischen Städtebunds bemüht hatte. Phillip vermählte sich mit Magaretha, einer Tochter Wigands von Dienheim. 1330 war er als Schultheiß und Ratsherr in Oppenheim, 1334 bis ca. 1341 Vicedom im erzbischöflichen Rheingau. Im Testament der Beguine Clara von Bechtolsheim tritt Philipp als Schöffe auf. Zusammen mit seiner Ehefrau bedachte er das Koster Eberbach mit großzügigen Schenkungen.

 

Grabstein Elisabeth von Wunnenberg

Grabstein der Elisabeth von Wunnenberg, der ersten Ehefrau des Ritters Johannes Kämmerer, gen. von Dalberg. Rechteckige Platte aus rotem Sandstein mit Umschrift zwischen Linien. Im Feld die betende Verstorbene im Dreipaßbogen, scheinbar auf einem Hund stehend, unter dem Kopf ein Kissen. In den oberen Zwickeln zwei Wappen.

Datum: 25. August 1397
Wappen: Dalberg, Wunnenberg

Elisabeth war die Tochter des Reichsschultheißen Philipp d.Ä., und der Magaretha von Dienheim. Ihre Kinder Johann und Greda starben bereits 1383. In der zweiten Ehe heiratete Johann Anna von Bickenbach. Die in Ihrer Flächtigkeit altertümlich wirkende Grabplatte setzt den Typus der elterlichen Grabsteine fort. Ursprünglich lagen alle drei nebeneinander.